AOK Baden-Württemberg
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Fragen & Antworten

Wir beantworten Ihnen hier Ihre Fragen zum Thema Krankenkassenwechsel und Versicherung bei der AOK Baden-Württemberg.

Die AOK Baden-Württemberg ist eine regionale geöffnete Krankenkasse für das Land Baden-Württemberg.

Grundsätzliche Voraussetzungen:

  • Sie wohnen in Baden-Württemberg oder

  • Ihr Beschäftigungsort/Sitz der Hochschule ist in Baden-Württemberg oder

  • Ihr Ehegatte oder Ihr standesamtlich eingetragener Lebenspartner ist bei der AOK Baden-Württemberg versichert oder

  • die AOK Baden-Württemberg war Ihre letzte gesetzliche Krankenkasse

Um die Krankenkasse zu wechseln, genügt es bereits, wenn das Mitglied innerhalb von 14 Tagen nach Beginn:

  • seiner Beschäftigung oder Ausbildung

  • seines Studiums

  • seines Leistungsbezuges ALG I oder ALG II

die Mitgliedschaftserklärung zur AOK Baden-Württemberg online erstellt.

Bei einem Kassenwechsel aus einer laufenden Versicherung, ist eine Wechselfrist zu beachten. Mehr dazu finden Sie in der Antwort zur Frage "Welche Wechselfrist ist zu beachten?".

Ein Krankenkassenwechsel ohne Wechselfrist ist bei eintretendem Statuswechsel oder einer Versicherungslücke möglich. Weitere Informationen gibt es dazu in der Antwort zur Frage "Ist ein Wechsel der Krankenkasse auch ohne Wechselfrist möglich?".

 

Wir freuen uns, Sie zu versichern.

Familienangehörige, die bei einem Krankenkassenmitglied gesetzlich mitversichert sind und mit diesem die Krankenkasse wechseln möchten, müssen keine eigene Wahlentscheidung aussprechen.

Für alle gesetzlichen Versicherten gilt: Bei einem Kassenwechsel aus einer laufenden Versicherung sind Sie grundsätzlich für 12 Monate an Ihre neue Krankenkasse gebunden. Danach beträgt die Kündigungsfrist/Wechselfrist zwei Monate zum Monatsende.

Bitte berücksichtigen Sie das bei der Angabe Ihres gewünschten Versicherungsbeginns.

Beispiel 1

Sie sind seit mehr als 12 Monaten ohne Unterbrechung bei Ihrer bisherigen Krankenkasse versichert und erklären am 10. Juli Ihren Wechselwunsch gegenüber der AOK Baden-Württemberg. Ihre Mitgliedschaft endet folglich am 30. September, ab 1. Oktober sind Sie dann Mitglied der AOK Baden-Württemberg.

Beispiel 2

Sie sind seit 1. April des Vorjahres bei Ihrer bisherigen Kasse versichert. Ihre Mitgliedschaft kann daher frühestens am 31. März dieses Jahres enden. Um ab 1. April Mitglied bei der AOK Baden-Württemberg zu werden, muss Ihre Wahlerklärung spätestens am 31. Januar bei uns eingegangen sein, um die Kündigungsfrist/Wechselfrist zu wahren. 

 

Tipp: Beachten Sie außerdem die Hinweise zum Sonderkündigungsrecht, sowie die Möglichkeit auch ohne Kündigungsfrist/Wechselfrist zur AOK Baden-Württemberg zu wechseln.

Erhebt Ihre Krankenkasse erstmalig einen Zusatzbeitrag oder erhöht den bestehenden Zusatzbeitrag, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Die Bindefrist von 12 Monaten entfällt. Die Wahlerklärung muss bis zum Ende des Monats, für den der neue Zusatzbeitrag fällig wird, bei der AOK Baden-Württemberg eingegangen sein. Ihre Wahlerklärung wird mit Ablauf des übernächsten Kalendermonats wirksam.

Beispiel

Sie sind seit 1. April diesen Jahres bei Ihrer bisherigen Krankenkasse versichert, die Sie darüber informiert, ab 1. Januar nächsten Jahres einen Zusatzbeitrag zu erheben. Hier können Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, obwohl Sie noch keine 12 Monate bei dieser Krankenkasse versichert sind. Kündigen Sie also bis spätestens 31. Januar, so können Sie ab 01. April Mitglied der AOK Baden-Württemberg werden.

 

Übrigens: Ihre Krankenkasse muss Sie spätestens einen Monat vor der ersten Fälligkeit eines Zusatzbeitrages darüber informieren und Sie auf Ihr Sonderkündigungsrecht hinweisen. 

Ein Krankenkassenwechsel ohne Kündigungsfrist/Wechselfrist ist bei eintretendem Statuswechseloder einer Versicherungslücke (Unterbrechung der Mitgliedschaft von mindestens 1 Tag und maximal 1 Monat) möglich.    

Beispiele für einen Statuswechsel

Sie wechseln von Arbeitgeber A zu Arbeitgeber B

Sie wechseln von Arbeitgeber A zur Agentur für Arbeit (oder umgekehrt).

Sie wechseln von einer Beschäftigung oder aus dem Arbeitslosengeldbezug in den Rentenbezug.

Beispiel für eine Versicherungslücke

Ihre Beschäftigung A endet am 12.10. und Ihre Beschäftigung B beginnt am 15.10.

Wenn Sie Fragen zu weiteren Fallkonstellationen haben, kontaktieren Sie uns gerne persönlich.

Sie wählen innerhalb von zwei Wochen nach Eintritt der Versicherungspflicht eine neue Krankenkasse. Bitte informieren Sie über Ihre Wahlerklärung z.B. den Arbeitgeber, die Agentur für Arbeit (wenn zutreffend) oder eine andere zur Meldung verpflichtete Stelle innerhalb der oben genannten Frist 

Wenn Sie bei Ihrer bisherigen Krankenkasse an einem Wahltarif teilnehmen, sind Sie je nach Art des Tarifs zwischen 1 bis 3 Jahre (ab Beginn der Teilnahme) an diese Kasse gebunden. Erst nach Ablauf der jeweiligen Bindungsfrist können Sie zur AOK Baden-Württemberg wechseln.

Ein Statuswechsel setzt die oben genannte Bindungsfrist außer Kraft und ermöglicht einen sofortigen Wechsel zur AOK Baden-Württemberg.

Erhebt oder erhöht Ihre Krankenkasse einen Zusatzbeitrag, steht Ihnen ein Sonderkündigungsrecht zu. Nur als Teilnehmer eines sogenannten Krankengeldwahltarifes wäre das ausgeschlossen.

Als Student/-in sind Sie meist bis zum 25. Geburtstag beitragsfrei familienversichert, sofern Sie nicht schon vorher durch die Überschreitung der definierten Einkommensgrenze selbst versicherungspflichtig sind. Nach Ende der Familienversicherung können Sie Ihre Krankenversicherung frei wählen und zur AOK Baden-Württemberg wechseln.

Als Student/-in haben Sie bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres Anspruch auf eine studentische Krankenversicherung. Danach können Sie sich als Student/-in freiwillig versichern.

Tipp: Die studentische Versicherung kann verlängert werden, beispielsweise durch den geleisteten freiwilligen Wehr- oder Bundesfreiwilligendienst.

Zu Beginn des Studiums können Sie sich auf Antrag von der Krankenversicherungspflicht befreien lassen, wenn Sie einen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall nachweisen – zum Beispiel, indem Sie sich privat versichern. Die Grundlagen für die Regelungen zur Befreiung von der Krankenversicherungspflicht werden in § 8 des 5. Sozialgesetzbuches (SGB V) festgehalten. Die Befreiung gilt für die Dauer des Studiums. Diese Entscheidung sollte aber gut überlegt werden, denn sie bringt einige Nachteile mit sich:

  • Die Befreiung kann für die gesamte Dauer des Studiums nicht widerrufen werden, außer das Studium wird unterbrochen, um zu einem späteren Zeitpunkt ein neues Studium aufzunehmen.

  • Die Befreiung hat zur Folge, dass während dem Studium keine Möglichkeit zur kostenfreien Familienversicherung bei einer gesetzlichen Krankenversicherung besteht (z.B. über den Ehegatten bei einer Heirat).

  • Für Studenten endet der Beihilfeanspruch über die Eltern in der Regel mit   Vollendung des 25. Lebensjahres. Somit steigen auch die Kosten in der   Privaten Krankenversicherung mit Ende des Beihilfeanspruchs.

  • In der Regel ist nach dem Studium die Rückkehr in die Gesetzliche Versicherung nur über eine Pflichtversicherung möglich. Denn wegen fehlender Vorversicherungszeit ist ein Beitritt zur freiwilligen Versicherung nicht möglich.

Wenn Sie als Auszubildender/Auszubildende eine Ausbildungsvergütung erhalten, sind Sie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr beitragsfrei familienversichert und können Ihre Krankenversicherung innerhalb von 14 Kalendertagen nach dem Ausbildungsbeginn frei wählen.

Ihr Beitrag wird entsprechend Ihres Azubi-Gehalts berechnet.

Wichtig: Verdienen Sie im Monat nicht über 325 Euro brutto, zahlt Ihr Arbeitgeber Ihre Beiträge vollständig.

Selbstverständlich. Bei Ihrem Online-Antrag auf Mitgliedschaft fragen wir Sie, ob Sie Familienangehörige haben und diese mitversichern möchten. Wenn Sie diesen Punkt mit „Ja“ beantworten, übersenden wir Ihnen den Antrag auf Familienversicherung. Bitte füllen Sie diesen dann zusätzlich aus und übersenden Sie uns das Originaldokument unterschrieben per Post zurück.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung können Kinder familienversichert werden, wenn eines der folgenden Kriterien zutrifft:

  • bis zum 18. Geburtstag. 

  • bis zum 23. Geburtstag, sofern keine Erwerbstätigkeit vorliegt. 

  • bis zum 25. Geburtstag, wenn sie in einer schulischen Ausbildung sind, studieren oder ein unbezahltes freiwilliges soziales Jahr, Freiwilliges Ökologisches Jahr (Jugendfreiwilligendienstgesetz) oder   Bundesfreiwilligendienst (Bundesfreiwilligendienstgesetz) ablegen.

  • über das 25. Lebensjahr hinaus, wenn sie in einer schulischen Ausbildung sind oder studieren. Voraussetzung ist zusätzlich, dass diese Ausbildung oder das Studium durch einen freiwilligen Wehrdienst oder einen anderen gesetzlichen Freiwilligendienst unterbrochen oder verschoben wurde. Die Familienversicherung verlängert sich maximal um den Zeitraum des Dienstes - maximal um 12 Monate.

  • behinderte Kinder werden solange in die Familienversicherung aufgenommen, wie sie aufgrund ihrer Behinderung nicht für ihren Unterhalt sorgen können.

Eine Familienversicherung ist nicht möglich, wenn eines der folgenden Kriterien zutrifft:

  • wenn das Familienmitglied den Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt nicht im Inland hat.

  • wenn das Familienmitglied selbst pflichtversichert bzw. freiwillig versichert, versicherungsfrei oder von der Versicherungspflicht befreit ist.

  • wenn das Familienmitglied hauptberuflich selbstständig tätig ist.

  • wenn das Familienmitglied über ein Gesamteinkommen verfügt, das monatlich  470 Euro übersteigt.

Was noch zu beachten ist:

Ehegatten sind für die Dauer der Schutzfristen nach dem Mutterschutzgesetz sowie in der Elternzeit nicht familienversichert, wenn sie zuletzt nicht gesetzlich krankenversichert waren. Sie bleiben dann weiterhin privat krankenversichert.

Eine Familienversicherung von Kindern ist ausgeschlossen,

  • wenn der eine Ehe-/Lebenspartner gesetzlich krankenversichert ist, während der andere mit dem Kind verwandte Ehe-/Lebenspartner nicht gesetzlich versichert ist,

  • sein Gehalt monatlich 5.362,50 Euro (brutto) übersteigt und

  • er gleichzeitig regelmäßig mehr als der gesetzlich versicherte Ehegatte/Lebenspartner verdient.

Sie erhalten vor Beginn Ihrer Mitgliedschaft eine Mitgliedsbescheinigung von der AOK Baden-Württemberg. 

Damit auch Ihre meldende Stelle (z. B. Jobcenter, Bundesanstalt für Arbeit, Hochschulen) über den Wechsel Ihrer Krankenkasse zur AOK Baden-Württemberg informiert sind und die Anmeldung für Sie vornehmen kann, wird auch direkt an diese Stellen eine Mitgliedsbescheinigung von der AOK versandt. Dennoch empfehlen wir Ihnen, Ihre Mitgliedsbescheinigung zusätzlich ebenso bei Ihrem Arbeitgeber bzw. Ihrer Meldestelle abzugeben. 

Für Arbeitnehmer gilt: Sie informieren Ihren Arbeitgeber selbst darüber bei welcher Krankenkasse sie versichert sind. Eine schriftliche Information der Krankenkasse an den Arbeitgeber ist seit 01.01.2021 nicht mehr erforderlich.

Waren Sie bei Ihrer bisherigen Krankenkasse freiwillig versichert (z. B. Selbstständige, Freiberufler), müssen Sie zusätzlich Ihre Mitgliedsbescheinigung bis zum Ablauf der Kündigungsfrist an Ihre bisherige Krankenkasse senden. 

Bei Versicherten in Elternzeit, mit Elterngeld- oder Erziehungsgeldbezug, bei denen keine zur Meldung verpflichtete Stelle vorhanden ist, erfolgt der Versand der Mitgliedsbescheinigung durch die AOK Baden-Württemberg innerhalb der Kündigungsfrist an die bisherige Krankenkasse.

Bei Rentnern ist kein Versand von Mitgliedsbescheinigungen erforderlich, da eine maschinelle Meldung an den Rentenversicherungsträger erfolgt. 

Wichtig: Sollte sich zwischen Ihrem Antragsdatum und Ihrem Versicherungsbeginn bei der AOK Ihr bisheriges Versicherungsverhältnis ändern, z. B. durch einen Arbeitgeberwechsel oder Arbeitslosigkeit, dann informieren Sie uns bitte, ggf. können Sie schon eher zur AOK Baden-Württemberg wechseln. Auch wenn sich Ihre meldende Stelle in dieser Zeit ändern sollte, informieren Sie uns zeitnah. Dies gilt auch, wenn die bisherige meldende Stelle entfällt (z.B. bei Ende des Beschäftigungsverhältnisses) und Sie bis zum Beginn Ihrer Mitgliedschaft bei uns noch eine freiwillige Versicherung bei Ihrer bisherigen Krankenkasse durchführen müssen.   

Unser Serviceteam hilft Ihnen gern weiter. Bitte melden Sie sich einfach unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 2652965

Alternativ können Sie auch ein

Beratungsgespräch

vereinbaren und wir nehmen Ihre Mitgliedschaftserklärung gemeinsam mit einem unserer Mitarbeiter auf. 

Mit dem Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen (Bürgerentlastungsgesetz) sollen die Bürger durch die stärkere steuerliche Abzugsfähigkeit der geleisteten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge entlastet werden.   

Hierzu wurde geregelt, dass der Sozialversicherungsträger die geleisteten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und/oder Erstattungen aus Wahltarifen und/oder   Bonusprogrammen direkt an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) übermittelt. Damit wir, als Ihr Partner in Sachen Kranken- und Pflegeversicherung, die Höhe der von Ihnen geleisteten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) übermitteln können, benötigen wir die Angabe Ihrer Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID).

Sind Sie Mitglied in der privaten Krankenversicherung, können Sie in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln, wenn sie eine nichtselbständige Hauptbeschäftigung aufnehmen, deren Arbeitsentgelt unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt. Privat versicherte Angestellte unter 55 Jahren, können auf Antrag zu einer gesetzlichen Krankenkasse wechseln, wenn ihr Einkommen dauerhaft unter die Versicherungspflichtgrenze sinkt.

Es gilt grundsätzlich, dass jeder sich bei der Krankenkasse versichert, in der er zuletzt versichert war. Wenn Sie vor Ihrem Auslandsaufenthalt zuletzt bei einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert waren, können Sie wieder Mitglied dieser Krankenkasse werden. Waren Sie zuletzt vor Ihrem Aufenthalt im Ausland privatversichert, können Sie ab dem Zeitpunkt Ihrer Rückkehr eine private Krankenversicherung abschließen. Sollten Sie vorher noch nicht in Deutschland krankenversichert gewesen sein, entscheidet Ihre neue Tätigkeit in Deutschland über die Art der Krankenversicherung. 

Ihre Frage wurde an dieser Stelle nicht beantwortet? Dann kontaktieren Sie uns einfach und wir helfen Ihnen gern persönlich weiter.

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